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Günter Kuschmann studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Otto Coester, Teo Otto, Gert Weberg und wurde Meisterschüler. Er realisierte Bühnenbilder u.a. in Zürich, Tübingen, Bochum, Dortmund, Hamburg und Berlin. 

In Auseinandersetzung mit Klassikern der Bildenden Kunst gestaltete er die Uraufführung von Kurt Schwitters Oper „Der Zusammenstoß“ und die Uraufführung von Oskar Schlemmers Revue „Variété, Variété“, beide für die Berliner Festwochen als Auftragswerke produziert und auf zahlreichen europäischen Kunstausstellungen und Theatern gezeigt.

Als Initiator kunst - und theaterpädagogischer Projekte, wie beispielweise "Traumakel, das furiose Theater" aus Hilden (Düsseldorf), übertrug er auf diese die professionelle Theaterarbeit, was grenzüberschreitende kulturelle Erfahrungen für die Beteiligten ermöglichte.

 

In der aktuellen bildkünstlerischen Arbeit untersucht er die Interdependenz unterschiedlicher Medien und nennt die fortlaufende Werkgruppe „Heterogenes Kontinuum“. Ein scheinbar wissenschaftlicher Begriff, der Erklärungszwänge ironisiert und auf seinen zweifelnden Ursprung verweist.

 

Die dabei benutzten fotografischen Vorlagen sind thematisch offen und beziehen sich auf Alltagsspuren, pflanzliche Formen, Stilleben, Landschaft, Theaterfiguren usw. Durch verschiedene, z.T. radikale analoge Eingriffe wie Abschleifen, Ätzungen, malerische Überlagerung, aber auch durch den Einsatz digitaler Ebenen und Computing entsteht eine Verdichtung der vorgefundenen Materialien und Konzentration auf elementare Wirkungsweisen, Zeichensetzungen und deren Ambivalenz.